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Artikel in der Sempacher Woche: Der Seeweg soll weiter vom Ufer weg

30. September 2021


Das Hochwasser vom Sommer hats verdeutlicht: Der Uferweg in Sempach ist durch Erosion durch Wellenschlag gefährdet. Nun regt die Naturschutzorganisation Pro Sempachersee beim Stadtrat an, den Weg nach hinten zu verlegen.

 

Dieser niederschlagsreiche Sommer hat vor Augen geführt, dass der Sempachersee bei Hochwasser seine eigenen Gesetze hat. Ist der Pegel hoch, dauert es lange, bis sich die Situation entspannt. So wurde in diesem Jahr ein Rekord-Höchststand von 504,60 Meter verzeichnet. Der Normwert des Pegels liegt bei 503,81 Meter.

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Artikel zum Seeweg in Sempach
Sempacher- Woche 2021-09-30.pdf
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Erfolgreiche Abfall- und Schwemmholz Aktion am oberen Sempachersee

23. Juli 2021

 Am Freitag, 23. Juli 2021 hat Pro Sempachersee eine Abfall- und Schwemmholz Aktion in den Gemeinden Neuenkirch und Sempach organisiert. Über 40 freiwillige Helfer haben insgesamt 50 m³ Holz und mehrere Säcke Abfall zusammengetragen. Das freischwimmende Holz würde das Schilf weiter schwächen, was durch den Hagel sowieso schon geschehen ist. Das Mittagessen wurde durch das Restaurant Seeland gesponsert und auch für das Feierabendbier liess sich ein Spender finden.

 

Herzlichen Dank an alle Helfenden und die Sponsoren. Es war ein guter Tag für den See und alle Beteiligten.

 



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Zeitungsartikel zur Abfall- und Schwemmholz Aktion
2021-07-23_Abfall- und Schwemmholz Aktio
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50 Jahre Pro Sempachersee

17. September 2016

Ein tolles und unvergessliches Fest durften wir mit Ihnen feiern!

Danke für Ihre Unterstützung von Pro Sempachersee.

 

Impressionen

Kunstinstallation

von Kari Joller

Wir feiern eine spannende Geschichte

In den dreissiger Jahren begann an den noch völlig unberührten Ufern des Sempachersees eine rege und teil- weise unkontrollierte Bautätigkeit. 1944 erliess der Regierungsrat des Kantons Luzern eine erste „Verordnung zum Schutze des Sempachersees und seiner Ufer“. Eine 1945 gegründete Vereinigung versuchte, die Einhaltung dieser Verordnung durchzusetzen und Missachtungen zu beanstanden. Es formierte sich jedoch Widerstand der Grundbesitzer und Gemeindebehörden, was 1949 bereits zum Untergang der Vereinigung führte.

 

Um dieses Recht nutzen zu können, kam es 1966 in Sursee zur Gründung der heutigen Vereinigung Pro Sempachersee. Schon nach einem Jahr zählte sie 226 Mitglieder. Aufgrund eines Beschlusses des Regierungsrates des Kantons Luzern von 1970 wurde die Vereinigung zudem offiziell ermächtigt, die Aufsicht über das geschützte Gebiet des Sempachersees auszuüben.

 

Konzentrierte sich die politisch unabhängige Vereinigung in den ersten Jahren vor allem auf diese Kontroll- und Überwachungsaufgaben, haben zusätzlich auch die Bewusstseinsförderung für ökologische Zusammenhänge und eine zeitgemässe Öffentlichkeitsarbeit an Bedeutung gewonnen. So erstellte Pro Sempachersee anlässlich der 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft die Informationstafeln entlang eines Rundweges um den See. In der „Schlichti“ (ehemalige Militäranlage) beteiligte sich unsere Vereinigung an der Realisierung eines Lernortes für Schulen.

 

1994 erhielt Pro Sempachersee den Preis der Stiftung „Luzern-Lebensraum für die Zukunft“ für ihren langjährigen uneigennützigen Einsatz zur möglichst naturnahen Erhaltung des Sempachersees, seiner Ufer und seines Einzugsgebietes als Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze.

 

2002 reichte unsere Vereinigung eine Petition mit über 5000 Unterschriften gegen eine Personenschifffahrt auf dem Sempachersee ein. Nach jahrelangem Kampf gegen dieses Projekt wurde 2011 das Bewilligungsgesuch für das „Sempischiff“ zurückgezogen.

 

Mit der Schutzverordnung aus dem Jahre 2003 sollen der Sempachersee und seine Ufer langfristig geschützt und die einzelnen Nutzungen besser als bisher gegeneinander abgegrenzt werden. Doch der Siedlungsraum um den Sempachersee ist in der Zwischenzeit enorm gewachsen. Aus diesem Grund ergänzte Pro Sempachersee 2013 die Statuten mit dem Zusatz, die Landschaft und deren Charakter zu erhalten, vor nachteiligen Veränderungen und vor Zersiedelung zu bewahren, sowie landschaftlich aufzuwerten.